Der Shopware 5 vs. 6 Vergleich – Wann lohnt es sich umzustellen?
Das E-Commerce-Shopsystem Shopware ist made in Germany und gehört zu den bekanntesten Shopsystemen im deutschsprachigen Raum. Shopware besticht durch flexible Anpassungsmöglichkeiten, optimierte Usability und hervorragende Nutzererlebnisse. Nach der Veröffentlichung von Shopware 1 im Jahr 2004 hat sich einiges in der Entwicklung getan: Shopware 5 wurde im April 2015 veröffentlicht und war lange der Standard für Onlineshops in Deutschland. Shopware 6 wurde im Mai 2019 vorgestellt und ist heute die einzige weiterentwickelte Version, aktuell als Shopware 6.7. Einer der vielen Shopware 6 Vorteile gegenüber dem Vorgänger Shopware 5 ist beispielsweise die erweiterte SEO-Funktion mit neuem Fokus auf moderne Content-Marketing-Funktionalitäten und die dadurch entstehende Möglichkeit der engen Verknüpfung zwischen Content und Produkten, durch die einzigartige und verkaufsstarke Nutzererlebnisse entstehen.
Geschäftsführer & Inhaber, Webcellent GmbH
Shopware 5 vs. 6: Lohnt sich eine Umstellung für dich?
In unserer Gegenüberstellung zeigen wir, welche technischen und funktionellen Unterschiede es zwischen Shopware 5 vs. 6 gibt und erklären, wann und wie du von den Neuerungen und Vorteilen profitierst, um mit deinen eigenen Marketing- und Geschäftsstrategien weiter auf Wachstumskurs zu bleiben.
Wenn der Wechsel ansteht: Auf unserer Seite zur Shopware Migration zeigen wir Ablauf, Kosten, Dauer und Praxisbeispiele für den Umstieg auf Shopware 6.
Shopware 5 und 6: Der Stand im Jahr 2026
Seit der ersten Fassung dieses Vergleichs hat sich einiges getan. Das sind die wichtigsten Fakten im Überblick, Stand Oktober 2026:
- Shopware 5 erhält seit Ende Juli 2024 keine offiziellen Fehlerbehebungen oder Sicherheitsupdates mehr; Drittanbieter bieten gesonderte Übergangslösungen an
- Shopware 6.7 ist seit dem 17. Juni 2025 die aktuelle Hauptversion und wird laufend aktualisiert
- Die nächste Hauptversion Shopware 6.8 ist für 2027 angekündigt
- Die B2B Suite wird ab Shopware 6.8 nicht mehr unterstützt, ihr Nachfolger sind die B2B Components
- Die Community Edition bleibt kostenlos und Open Source. Bei mehr als einer Million Euro jährlichem GMV ist für die weitere Nutzung von Shopware Account und Store ein kostenpflichtiger Plan nötig
- Shopwares Weiterentwicklung konzentriert sich auf Shopware 6; bei Erweiterungen für Shopware 5 müssen Verfügbarkeit und Support je Anbieter geprüft werden
Shopware 5
Shopware 5 ist ein über Jahre bewährtes Onlineshop-System, welches sich weitläufig auf dem Markt etabliert hat. Für die individuelle Gestaltung und Anpassung werden nahezu keine Programmierkenntnisse benötigt, und viele Shops laufen bis heute damit. Die Shopware AG hat Shopware 5 noch bis Ende Juli 2024 mit Sicherheitsupdates versorgt; reguläre Fehlerbehebungen waren bereits zuvor ausgelaufen. Seitdem gibt es keine offiziellen Updates mehr. Einige Dienstleister bieten Sicherheitsupdates als Übergangslösung an, den Umstieg auf Shopware 6 ersetzen sie nicht.
Dazu kommt das Umfeld: Die aktive Entwicklung verlagert sich auf Shopware 6. Ob eine Erweiterung für Shopware 5 noch gepflegt wird und mit der eingesetzten PHP-Version funktioniert, muss je Anbieter geprüft werden. Je länger ein Shop auf Shopware 5 bleibt, desto größer wird der Abstand zum neuen System.
Wurde bisher eine noch ältere Vorgängerversion genutzt als Shopware 5, muss zunächst ein Shopware Update auf Shopware 5 als Zwischenschritt erfolgen. Ab Shopware 5 überträgt der Migrationsassistent die Daten nach Shopware 6, entweder über das Plugin Migration Connector im alten Shop oder direkt aus dessen Datenbank, wenn der neue Server sie erreicht.
Shopware 6 Vorteile: Erweiterte SEO-Funktion & Erlebniswelten
Shopware 6 wurde als neues Shopsystem entwickelt, das noch effizienter und intuitiver zu bedienen ist als sein Vorgänger. Einer der besonderen Shopware 6 Vorteile ist die erweiterte SEO-Funktion mit neuem Fokus auf moderne Content-Marketing-Funktionalitäten und die dadurch entstehende Möglichkeit der engen Verknüpfung zwischen Content und Produkten, durch die richtig umgesetzt umsatzstarkes und zukunftsorientiertes Produktmarketing entsteht.
Mit den Erlebniswelten gestaltest du Startseite, Kategorien, Landingpages und Produktseiten aus Blöcken, ganz ohne Code. Die Adressen deiner Seiten steuerst du über SEO-URL-Templates im Admin, Meta-Titel, Beschreibungen und Canonicals pflegst du direkt an Produkten und Kategorien.
Die Shopware 6 bringt neue Technologien
Shopware 6 besticht vor allem durch die neu eingesetzten Technologien, die dafür sorgen, dass sowohl Änderungen am Frontend als auch am Backend schneller und einfacher durchzuführen sind. Die Administration läuft im Browser und passt sich auch kleineren Bildschirmen an.
Die Administration basiert auf Vue.js, einem der beliebtesten JavaScript-Frameworks, seit Shopware 6.7 auf Vue 3 mit Vite als Build-Werkzeug. Die Storefront liefert Shopware dagegen serverseitig mit Twig und Bootstrap aus. Das ist gut für Ladezeiten und Suchmaschinen, weil die Inhalte direkt im HTML stehen. Mit Version 6.7 hat Shopware außerdem das Caching überarbeitet und die Barrierefreiheit verbessert, die mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Onlineshops Pflicht geworden ist.
Interessant ist zudem die Kostenersparnis: Durch Technologien wie den Rule Builder und den Flow Builder sparst du im Vergleich von Shopware 5 vs. 6 bei vielen integrierten Funktionen Geld, für die du bei Shopware 5 noch ein Plugin kaufen musstest oder die nur durch einen Entwickler umsetzbar waren. PayPal, eines der größten Bezahlsysteme weltweit, bindest du über die offizielle Erweiterung direkt bei der Einrichtung an. Für Geschäftskunden gab es lange die B2B Suite, ihr Nachfolger sind die B2B Components für Firmenkonten, Rollen und Freigaben. Und im Shopware Store findest du eine große Auswahl an Erweiterungen, die deine individuellen Prozesse abbilden und optimieren.
Shopware 5 vs. 6: API-Ansatz
Weiterentwicklungen wurden auch im Verwaltungsbereich vorgenommen: Durch den API-Ansatz wird Headless Commerce ermöglicht, welcher die Datenverwaltung entkoppelt und vereinfacht und somit das Ausspielen auf verschiedenen Systemen wie Webshops oder Mobile Apps erlaubt. Zudem ist das Backend schneller und intuitiver zu verwenden als das seines Vorgängers. Shopware 6 eignet sich also für dich, wenn du großen Wert auf einen schnellen, effizienten und einfach zu bedienenden Onlineshop legst, der dem Kunden gleichzeitig ein neues, verbessertes und persönliches Einkaufsgefühl vermittelt.
Shopware 5 vs. 6: Die Unterschiede in der Gegenüberstellung
In der direkten Gegenüberstellung zeigen sich die wesentlichen technischen und funktionellen Unterschiede zwischen Shopware 5 und Shopware 6:
| Shopware 5 | Shopware 6 |
|---|---|
| Klassische, eng gekoppelte Shop-Architektur; eine REST-API für Integrationen ist bereits vorhanden | API-First mit Admin API und Store API; ein getrenntes, individuelles Frontend ist vorgesehen |
| Subshops und Sprachshops sind möglich; weitere Kanäle hängen von der jeweiligen Anbindung ab | Der API-Ansatz ermöglicht Headless Commerce |
| Backend läuft unter ExtJS | Backend läuft unter Framework Vue.js, seit Shopware 6.7 mit Vue 3 |
| Das Backend ist nicht responsive, somit ist eine Bearbeitung nur am PC empfehlenswert | Die Administration passt sich auch kleineren Bildschirmen an |
| Einschränkungen der Einkaufswelten auf verschiedenen Endgeräten | Verknüpfung von Produkten und Content durch Erlebniswelten, mit Sichtbarkeit je Gerätegröße |
| Einrichtung individueller Regeln für verschiedene Kunden sind nur von einem Programmierer durchführbar | Der Rule Builder vereinfacht das Einrichten von Regeln, sodass keine Programmierfähigkeiten benötigt werden |
| Smarty als Template System | Twig von PHP-Framework Symfony als Open Source Template System |
| SEO-URL-Vorlagen in Smarty-Syntax | SEO-URL-Templates in Twig, je Verkaufskanal anpassbar |
| Mehrere Subshops und Sprachshops innerhalb einer Installation | Verkaufskanäle als zentrales Konzept, etwa Storefront, Headless oder Produktvergleich |
| Zentrale Medienverwaltung mit manueller Zuordnung | Zentrale Medienverwaltung für sämtliche Medien mit automatischer Zuordnung zu Produktkategorien |
| Grundlegende SEO-Funktionen | Erweiterte SEO-Funktionen |
| Features für Geschäftskunden müssen selbst implementiert oder mit Plugins zugekauft werden | B2B Components für Firmenkonten, Rollen und Freigaben, als Nachfolger der B2B Suite |
| Paymentplugin ist notwendig | PayPal lässt sich über die offizielle Erweiterung direkt bei der Einrichtung anbinden |
| Seit dem 31. Juli 2024 keine offiziellen Updates und Sicherheitspatches | Laufende Updates, aktuell Shopware 6.7, Version 6.8 für 2027 angekündigt |
| Verfügbarkeit und Pflege von Erweiterungen hängen vom jeweiligen Anbieter ab | Aktiv weiterentwickeltes Plugin- und App-Ökosystem |
| Vieles muss über Plugins gelöst werden | Vieles kann mit den hauseigenen Mitteln von Shopware wie dem Rule Builder umgesetzt werden |
Was kostet Shopware 6?
Die Community Edition von Shopware 6 ist kostenlos und Open Source. Seit März 2025 gilt für sie allerdings eine Fair-Usage-Regel: Wer mit der Community Edition mehr als eine Million Euro jährlichen GMV nach Shopwares Berechnung umsetzt, braucht einen kostenpflichtigen Plan, um weiter Zugriff auf den Shopware Store und das Shopware-Konto zu haben. Die Pläne heißen Rise, Evolve und Beyond und enthalten je nach Stufe zusätzliche Funktionen, etwa die B2B Components, KI-Werkzeuge und erweiterten Support.
Dazu kommen Hosting, Erweiterungen aus dem Store sowie Entwicklung von Theme und Funktionen. Den Umstieg von Shopware 5 auf Shopware 6 setzen wir ab 5.000 € um, je nach Datenmenge, Plugins, Schnittstellen und Design.
Kann Shopware 5 geupdatet werden?
Viele fragen uns, ob ein direktes Update ihres Shopware 5 Shops auf die nächste Version möglich ist. Die Antwort ist: Es gibt kein Shopware Update 5 auf 6, da es sich bei der nächsten Shopware-Version um ein komplett neues System handelt. Um deinen vorhandenen Shop auf Shopware Basis zu aktualisieren, ist eine Umstellung auf das neue System notwendig. Hierbei können Artikel- und Kundenstammdaten sowie Bestellungen in Shopware übernommen werden.
Die Daten überträgt der Migrationsassistent von Shopware: Produkte, Kategorien, Kunden, Bestellungen, Medien und SEO-URLs. Zahlungsarten, Anreden und Lieferzeiten ordnest du im Assistenten zu. Nicht übertragen werden Theme, Einkaufswelten, Versandkosten und E-Mail-Vorlagen, und Plugins aus Shopware 5 laufen in Shopware 6 nicht. Diese Teile baust du neu auf oder ersetzt sie.
Es ist prinzipiell möglich den Shopware Shop mit einigen grundlegenden Kenntnissen selbstständig von Shopware 5 auf 6 zu migrieren, allerdings kann es bei großen Datenbanken und/oder Plugins zu Problemen kommen. Daher empfiehlt es sich, die Shopware 6 Übertragung nur dann durchzuführen, wenn Entwicklungserfahrung vorhanden ist. Backups, Testmigrationen und ein vollständiger Datenabgleich helfen, Datenverluste und Ausfälle zu vermeiden; Entwicklungserfahrung allein ersetzt diese Prüfungen nicht.
Wie du die Migration in sieben Schritten vorbereitest, von der Bestandsaufnahme bis zum Test nach dem Livegang, zeigen wir mit Video und KI-Prompts im Beitrag Shopware Relaunch mit KI.
Spätere Datenrettungsversuche sind deutlich aufwendiger und fehleranfälliger als ein sauber geplanter und durchgeführter Shopware 6 Aufbau.
Unser Fazit: Lohnt sich der Wechsel Shopware 5 auf 6?
Ob Shopware 5 oder Shopware 6 – beide Systeme haben erfolgreiche Projekte im E-Commerce ermöglicht. Shopware 5 hat jahrelang unter Beweis gestellt, dass man kein Programmierer sein muss, um einen erfolgreichen Onlineshop zu führen. Die Umstellung auf Shopware 6 hat sich inzwischen durchgesetzt: Die offizielle Weiterentwicklung findet in Shopware 6 statt. Für Shopware 5 sind verbleibende Erweiterungen und Supportangebote einzeln zu prüfen.
Der Support für Shopware 5 ist seit dem 31. Juli 2024 offiziell eingestellt. Wer seinen Shop noch mit Shopware 5 betreibt, erhält keine Sicherheitsupdates mehr von Shopware selbst. Gesonderte Angebote von Drittanbietern können eine Übergangslösung sein. Aus diesen Gründen macht es Sinn, die Umstellung von Shopware 5 auf 6 jetzt in Angriff zu nehmen, am besten mit einer erfahrenen Shopware Agentur. Mit einer guten Planung können möglichst schnell die Shopware 6 Vorteile genutzt werden, um von der effizienteren Verwaltung und dem optimierten Nutzererlebnis in Shopware 6 zu profitieren.
Häufige Fragen zu Shopware 5 und 6
Wie lange wird Shopware 5 noch unterstützt?
Gar nicht mehr. Shopware hat den Support für Shopware 5 am 31. Juli 2024 beendet. Seitdem gibt es keine offiziellen Fehlerbehebungen und Sicherheitsupdates.
Kann man Shopware 5 auf Shopware 6 updaten?
Nein. Shopware 6 ist ein neues System. Die Daten werden mit dem Migrationsassistenten übertragen, Theme, Einkaufswelten und Plugins entstehen in Shopware 6 neu.
Was kostet der Umstieg von Shopware 5 auf 6?
Migrationen starten bei uns ab 5.000 €. Wie viel es am Ende wird, hängt von Datenmenge, Plugins, Schnittstellen und Design ab.
Ist Shopware 6 kostenlos?
Die Community Edition ist kostenlos und Open Source. Seit März 2025 brauchen Shops mit mehr als einer Million Euro jährlichem GMV nach Shopwares Berechnung einen kostenpflichtigen Plan, um Shopware Store und Shopware-Konto weiter nutzen zu können. Dazu kommen Kosten für Hosting, Erweiterungen und Entwicklung.
Welche Version von Shopware 6 ist aktuell?
Aktuell ist Shopware 6.7, erschienen am 17. Juni 2025 und seitdem laufend aktualisiert. Die nächste Hauptversion 6.8 ist für 2027 angekündigt.
Shopware Agentur
Wir migrieren Shops von Shopware 5 auf Shopware 6 – sauber geplant, mit Fokus auf Daten, Plugins, Weiterleitungen und Performance.
Shopware Migration: Ablauf, Kosten und PraxisbeispieleWeiterdenken
Aus einem Artikel wird erst dann Wert, wenn daraus ein klarer nächster Schritt entsteht.
Wenn du ein Thema aus diesem Beitrag in deinem eigenen System, Shop oder Prozess wiedererkennst, lohnt sich ein sauberer Blick auf Scope, Daten und technische Basis.
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